Monschau Klassik 2000
Glanzvoller Start für die Festspiele
Mit einem furiosen Start haben die Monschauer Festspiele Klassik-Fans aus nah und fern begeistert.

Die Oper »Rigoletto« war eine hervorragende Premiere für das Festival, das nach 46 Jahren erstmals wieder auf der Monschauer Burg stattfand.
1200 Zuschauer fanden auf den Tribünen Platz. Waren an den Tagen vor dem Festspiel-Auftakt noch durchaus einige Karten zu haben, konnten die Veranstalter am Wochenende »ausverkauft« melden: Zahlreiche Klassik-Freunde hatten sich noch spontan zum Besuch der Festspiele entschlossen, und viele geladene »VIP-Gäste«, darunter Regierungspräsident Jürgen Roters, wohnten der Premiere bei.
Sie wurden nicht enttäuscht: Vor der beeindruckenden Kulisse der Monschauer Burg, die mit einem dezenten Bühnenbild in ihrer rauhen Schönheit noch hervorgehoben wurde, entfaltete sich die tragische Geschichte rund um den Hofnarren Rigoletto auf eine besonders eindringliche Weise.
Mit hervorragenden Kräften hatten die Veranstalter die Oper ausgestattet. So begeisterten die Solisten Antonio Salvadori (Bariton), Andrea Hörkens (Sopran) und Romano Nicola (Tenor) durch brillante Stimmen und schauspielerisches Können.
Auch das Orchester der weißrussischen Bolschoi-Oper Minsk erfüllte alle Erwartungen an ein engagiertes, musikalisch einwandfreies Spiel und wurde durch den italienischen Dirigenten Marcello Mottadelli souverän geführt. Ebenso wusste der Chor der Minsker Staatsoper durch sonoren, reinen Stimmenklang zu begeistern. An den ersten beiden Abenden der Open Air Klassik wurde »Rigoletto« auf der Monschauer Burg mit stehenden Ovationen gefeiert.
Operngala

Als ein »Fest der schönen Stimmen und großen Chöre« war die Operngala angekündigt, die am Samstag vor ausverkauften Rängen gegeben wurde. Auch hoch gesteckte Erwartungen wurden hier einwandfrei erfüllt: Selbst erfahrene Operngänger waren beeindruckt vom hohen Niveau des Gebotenen. Durch das abwechslungsreiche Programm führte Regisseur Francesco Privitera auf charmant-italienische Art und würzte die Highlights der Operngeschichte mit Anekdoten und interessanten Hintergrundinformationen.
Von den bekannten »Opernschlagern« von Mozart (»Don Giovanni«), Bizet (»Carmen«) oder Johann Strauß (»Fledermaus«-Ouvertüre) bis zu unbekannten Bühnenkomponisten wie zum Beispiel Umberto Giordano reichte die Spannweite des Programms. Erst nach drei Zugaben – der »Hit« hierbei war, wie in der Arena di Verona, der Gefangenenchor aus Verdis Oper »Nabucco« – wurde das Ensemble vom stürmisch applaudierenden Publikum von der Bühne gelassen.
Dabei hatten die Zuschauer am Anfang aufgrund des regnerischen Wetters etwas Geduld aufbringen müssen: Die Veranstaltung musste um eine halbe Stunde verschoben werden. Der Begeisterung tat dies aber keinen Abbruch – wer seinen Regenponcho vergessen hatte, erhielt ein kostenloses Exemplar vom Veranstalter.
Erst am Sonntag, 2. Juli, hatten die Veranstalter - die Stadt Monschau und die Kyrburg-Opernfestspiele - dann richtiges Pech mit dem Wetter. Auch die Burg Monschau wurde nicht von den Unwettern verschont, die der gesamten Region an diesem Abend tobten. Die Veranstaltung wurde daher auf den vergangenen Montagabend, 3. Juli, verlegt. Für die große Attraktivität der Festspiele spricht, das auch an diesem Abend noch etwa 85 Prozent der Karteninhaber der Weg nach Monschau fanden, trotz der zum Teil weiten Anfahrt aus Köln, Düsseldorf, Euskirchen, Aachen oder dem Raum Daun-Gerolstein. Den Schlusspunkt der Open Air Klassik 2000 setzte an diesem Freitag und Samstag der Theaterklassiker »Romeo und Julia«.
Ein positives Fazit zogen nach dem ersten Festspielwochenende die Verantwortlichen. Das 3-Säulen-Konzept sei voll aufgegangen: Die Kyrburg-Opernfestspiele als Veranstalter, der Musikgenuss auf höchster Ebene bietet, die Stadt Monschau und die Monschau-Touristik als Ausrichter mit einem idealen Spielort auf der Burg und als dritte Säule das professionelle Vermarktungskonzept. Die Öffentlichkeitsarbeit wurde von Festspielleiter Horst Kroll als absolut vorbildlich gelobt: »Das muss als beispielhaft angesehen werden. Durch die Zusammenarbeit der Verlage unter Federführung des Weiss-Verlages konnte das Festival weit über die Grenzen Monschaus hinaus bekanntgemacht werden.«
"Liebenswürdig inszeniert"

- Jürgen Roters,
»Als großer Opernfreund habe ich mich schon lange auf die Klassik 2000 gefreut. Ich bin sehr angenehm überrascht von der sängerischen und dramaturgischen Qualität der Aufführung: Das ist liebenswürdig gemacht und kein bisschen übertrieben. Die Festspiele könnten auf Dauer für Monschau prägend werden.«
"Neues Highlight für die Eifel"

- Eilert Freese, Geschäftsführer
»Die Open Air Klassik ist eine hervorragende Bereicherung des touristischen Angebots. Wir von der Eifel-Touristik sind uns sicher, dass diese Veranstaltung weit über die Grenzen der Region hinaus wirkt. Genau so etwas brauchen wir, um die kulturelle Attraktivität der Eifel noch weiter zu steigern.«







