Monschau Klassik 2004
Mit einem grandiosen Feuerwerk endeten die Monschauer Open Air-Festspiele. Dafür hatte der Veranstalter sogar den amtierenden Weltmeister im Feuerwerk engagiert – ein beeindruckender Schlusspunkt für ein Festival, das einen großen Besucherzuspruch verzeichnen konnte.
Insgesamt waren die klassischen Veranstaltungen (Opern, "Nacht der fünf Tenöre", Operette und Kinderoper) zu mehr als 90 Prozent "ausgebucht". Komplettiert wurde das Programm der Festspiele durch die kubanischen Nächte mit dem Kultstar Pio Leiva und eine Filmnacht, so dass insgesamt rund 15.000 Zuschauer die Open Air Veranstaltungen in Monschau besuchten, was einer Gesamtauslastung von 85 % entspricht.
Die »Open Air Klassik« wurde in diesem Jahr insbesondere für ihre große Vielfalt hoch gelobt. So konnte mit der »Csárdásfürstin« erstmals eine Operette angeboten werden, die auf besonders großen Zuspruch stieß: Schon Wochen vor den Festspielen war die Aufführung bis auf wenige Karten ausverkauft, die letzten gingen am Veranstaltungsabend über den Kassentisch. 1470 Zuschauer genossen das »österreichisch-ungarische Flair« der K.u.k.-Monarchie in dieser schwungvollen und mitreißenden Aufführung.
Zum Abschluss der Festspiele begeisterte Mozarts "Zauberflöte" in einer farbenfrohen Inszenierung, künstlerisch auf höchstem Niveau, das Monschauer Publikum. Von weit her waren viele Zuschauer angereist, um sich von der besonderen Festspiel-Atmosphäre auf der Monschauer Burg mitreißen zu lassen. Für die Veranstalter ein positives Signal: Die Festspiele gewinnen immer mehr an Bedeutung, ihr guter Ruf geht mittlerweile weit über die regionale Kulturszene hinaus. Und auch das Eifeler Wetter spielte trotz des verregneten Sommers mit: Nur einmal, in der "Kubanischen Nacht" zu Beginn der Festspiele, wurde das neue Bühnendach auf die Probe gestellt, die es hervorragend bestand. Bei allen anderen Veranstaltungen konnten die vorbereiteten Regencapes, die bei Regen kostenlos ausgegeben werden, zum Glück in den Kartons bleiben.
Ein Garant für den Erfolg der Monschauer Festspiele ist die hohe künstlerische Qualität, die auf einer sorgfältigen Auswahl der Solisten und dem großen Können der bulgarischen Gastkünstler beruht. Zum zweiten Mal hatte das Staatliche Symphonieorchester Plovdiv mit der Staatsoper Stara Zagora das komplette Programm der Festspiele auf musikalisch sehr hohem Niveau bestritten. Die Sopranistin Andrea Hörkens aus Mönchengladbach bewies in diesem Jahr erneut, dass sie die - natürlich inoffizielle - Auszeichnung als »Publikumsliebling« der Monschauer Festspiele wirklich verdient hat. In beiden Operninszenierungen - »La Traviata« und »Die Zauberflöte« - sowie in der Operette übernahm sie souverän die Hauptrolle und zeigte damit einmal mehr ihr vielseitiges Talent. Darüber hinaus präsentierte Andrea Hörkens auf charmante und kompetente Weise die »Nacht der fünf Tenöre«.
Auch das Rahmenprogramm der Festspiele ließ in diesem Jahr keine Wünsche offen. Mit den "Kubanischen Nächten" konnte ein besonderes Highlight geboten werden: Pio Leiva und seine Band, die insgesamt nur fünf Konzerte in Deutschland gaben, machten für zwei Abende Tourneestop in Monschau. Großen Zuspruch verzeichnete die romantische "Filmnacht" mit 820 Besuchern, und die drei Kinderoper-Veranstaltungen zählten insgesamt 4100 junge Musikfreunde, die sich mit Mozarts "Entführung aus dem Serail" in die Welt der Oper entführen ließen.






