Aida
"Aida", am 24. Dezember 1871 in Kairo kurz nach der Eröffnung des Suez-Kanals uraufgeführt, erwies sich als das spektakulärste Werk. Während Petrus Zuschauern und Künstlern immer wieder persönliche Prüfungen vom Himmel schickte, entfaltete sich ein nicht enden wollendes Panorama schöner Stimmen und Stimmungen.
Wir wachem Sinn für die Wünsche des Publikums hatte Rodica Popescu Moisa, die Regisseurin der Festival-Produktionen, opulente szenische Bilder geformt. Eine ganze Reihe von überwiegend italienischen Solisten trug zusammen mit dem Stamm-Ensemble aus der nordwesteuropäischen Stadt Cluj (Klausenburg) dazu bei, Verdis Klänge glanzvoll herauszupolieren. Rosella Redoglia, wie Amneris-Darstellerin Steffania Scolastici und die männlichen Kollegen mit langer Opernhaus- und Arena-Erfahrung ausgestattet, ließ die Titelfigur in tausend Farben leuchten. Bariton Carlo Maria Cantoni und Gianluca Zampieri ließen es gleichfalls an Dramatik und Strahlkraft der Stimmen nicht fehlen. Der stets routiniert agierende Dirigent Koichiro Kanno sorgte zudem für einen Orchesterklang voller Innenspannung und Eleganz.







