Die Fledermaus
Ein großer Zuspruch des Publikums in der Arena auf der Burg und glänzend aufgelegte Künstler - diese Charakteristika trafen schon für den Auftakt der Festspiele 2006, Johann Strauß' Operette "Die Fledermaus", zu. Zum zweiten Mal war die Open-Air-Klassik mit einer Operette eröffnet worden.
Bei Strauß' feinperliger Operette setzte das Orchester, in dem sich die besten Musikern aus den Orchestern der rumänischen Städte Cluj und Brasov mit tschechischen Kollegen zu einem fulminanten Ganzen verbinden, unter der Leitung des bulgarischen Dirigenten Borislav Ivanov schon mit der Ouvertüre walzerselige, schmelzende Akzente. Besonders die beiden Sopranistinnen Bettina Kamp (Rosalinde) und Esther Hilsberg (Adele), das die herrlichsten Weibergeschichten auf die Bühne bringt, vermag Untadeligkeit der Stimmen bei aller Brillanz und gerade vom Mimischen her zu überzeugen. Als Gabriel von Eisenstein brillierte Tenor Marco di Sapia.
Sie sangen und spielten die Geschichte von der Rache eines gewissen Dr. Falke an Gabriel von Eisenstein, der sich einen früheren Spaß Gabriels rächen will. Mittendrin auch Rosaline, Gabriels Frau, und Adele, deren Stubenmädchen, die mit Szenenapplaus für die Darbietungen mit strahlend-schönen Stimmen belohnt wurden.
Dem Regen, der an diesem Abend trotz drohender Gewitterwolken nur ein ganz kurzes Gastspiel gab, hielten die Besucher in ausgeteilten Ponchos stand und erfreuten sich am gelungenen Auftakt der Festspiele.







