Nabucco
Wieder einmal spielte Petrus die Begleitakkorde: Bei Verdis "Nabucco" konnte das aus rumänischen und tschechischen Musikern zusammengesetzte Orchester mit den Klängen der beliebten und bekannten Oper aber deutlich die leichten Regenfälle übertönen und für eine fantastische Stimmung unter den rund 1.500 Zuschauern auf der Burg Monschau sorgen. Die ergreifende Handlung um den Hohepriester Zacharias, den König Nebukadnezar (der von Verdis Textdichter Temistocle Solera zu "Nabucco" italienisiert wurde), dessen Tochter Fenema und andere handelnde Figuren wie der intriganten Abigail zog das Publikum in seinen Bann, das sich auch vom weltbekannten "Gefangenenchor" begeistern lassen konnten.
Eine Vielzahl von hervorragenden Solisten machte "Nabucco zudem zu einem Fest der schönen Stimmen: Paola Romanó (Sopran) ließ ihre Abigail förmlich lodern. Enrico Rinaldo (Bass) vermochte dem Zacharia viel dramatische Fülle - genau so wie es der Chor nicht an Ausdrucksstärke fehlen ließ.
Nicht zuletzt darum ist es bei der "Monschau Klassik" wieder einmal geglückt, Musik aus einer vergangener Zeit so zu beleben, dass sie Menschen von heute zu erreichen vermag.







