Monschau Klassik 2007
Die Monschau-Klassik glänzt mit hohem Niveau
Das Open Air-Festival steuert weiter auf Erfolgskurs - starke Besucherzahlen
Das Monschau Klassik-Festival steuert weiter auf Erfolgskurs. Denn die Bilanz für 2007 kann sich sehen lassen: Zu den neun Aufführungen und Konzerten zwischen dem 27. Juli und dem 5. August kamen mehr als 13000 Zuhörer in das Amphitheater an der Burg.
Monschau. Damit konnte die hohe Besucherzahl des Vorjahres erneut erreicht werden. Eine solch hohe Besucherfrequentierung ist für Open-Air-Veranstaltungsreihen im Bereich der Klassik außergewöhnlich.
Besonders erfreulich für die Verantwortlichen: Das schon hohe künstlerische Niveau konnte 2007 nicht nur gehalten, sondern nochmals gesteigert werden. Entscheidenden Anteil hieran hat Wilhelm Keitel, der sich als großartiger neuer Künstlerischer Leiter erwiesen hat.
Auch die Mär, dass die Monschau Klassik stets von schlechtem Wetter begleitet wird, wurde erneut widerlegt: Bei 90 Prozent der gespielten Zeit herrschte trockenes Wetter. Die Schlussphase dieses Festes schöner Stimmen und Klänge begann mit einer eindrucksvollen Opern- und Operettengala am Freitagabend. Mit den Sopranistinnen Paola Antonucci und Kassandra Dimopoulou waren die beiden Stars der Monschau Klassik angetreten. Ein Dritter stand am Dirigenten-Pult: Maestro Wilhelm Keitel. Den Besuchern im vollbesetzten "Verona der Eifel" wurde ein ambitioniertes Programm geboten, zu dem unter anderem Höhepunkte aus Rossinis "Barbier von Sevilla", Bizets "Carmen", Orffs "Carmina Burana" und Puccinis "Turandot" gehörten. Eindrucksvoller Schlusspunkt des erlebnis- und genussreichen Abends, zu dem - wie immer bei der "Monschau Klassik" 2007 - das Orchester der Bolschoi-Oper Minsk aufspielte: der Gefangenenchor aus Verdis "Nabucco".
Durch einen Hang zu plakativen Massenszenen und anderen, ohne aufwändiges Bühnenbild erzielten Breitwand-Effekten überzeugte Verdis lyrisches Meisterwerk "Il trovatore" am Samstag die Zuhörer, zumal mit den Solisten aus Minsk mit der Pracht ihrer Stimmen überzeugten.
Im übrigen gehörten auch zwei Operetten, auf die Bühne gebracht von den Akteuren des Theaters Karlshorst aus Berlin, zum Finale dieser "Monschau Klassik". Emmerich Kálmáns "Gräfin Mariza" und "Die lustige Witwe" von Franz Lehár.
Sie stehen für das erfolgreiche Bemühen der Veranstalter, das Publikum durch einen ausgewogenen Mix aus leichter Kost und gewichtiger Kunst zu binden. 2007 ist, so scheint's, dieses Kalkül wieder einmal voll aufgegangen.
Bereits zu Beginn der Festspiele erlebten die Besucher am ersten Veranstaltungswochenende Sternstunden aus Tanz und Gesang: Gleich, ob bei den Opern La Traviata oder Carmen, die Zuschauer waren begeistert.
Format "Weltklasse" durfte man ohne Einschränkung der Ballett-Premiere auf der Monschauer Burg attestieren. Die weltbekannten Tänzer aus Minsk legten bei "Schwanensee" Tanz-Interpretation aufs Parkett, wie sie Monschau noch nie gesehen hat. Für alle Jazzfreunde wurde der Abend "Chris Barber meets classic" zum unvergesslichen Erlebnis. Die Jazzlegende begeisterte zusammen mit seiner Band und dem Bolschoi-Orchester Minsk.







