Chris Barber
Von Christoph Hahn
Die Legende lebt - und heißt Chris Barber. Zusammen mit seiner Band bescherte der Star aus Großbritannien der "Monschau Klassik" einen weiteren Höhepunkt. In der ausverkauften Festspiel-Arena an der Burg mit ihren mehr als 1400 Plätzen zeigte der Posaunist und Sänger am Mittwochabend, dass New-Orleans-Jazz, Oldtime und Swing alles andere als Stücke aus dem Musik-Museum sind - zur vollen Begeisterung des Publikums, das auch das gute Deutsch und den englisch-trockenen Humor des prominenten Gastes durchaus zu goutieren wusste.
Der Abend bot aber nicht nur einen Querschnitt durch eher traditionelle Formen der Jazz - er schuf auch einer interessanten, spannenden Begegnung Raum: Zusammen mit dem 78-jährigen Barber und seinen Mannen spielte das Orchester der Bolschoi-Oper Minsk unter Leitung von Viktor Ploskina eine Symphonie von Barbers Freund und Kollegen Richard Hill. Dass deren Klangwelten mit denen Barbers äußerst eng verwandt sind, vermittelte sich dem begeisterten Publikum dank der Abenteuerlust und Spielfreude recht eindringlich und deutlich.
Die Stars indes: Das waren trotz des künstlerischen Engagements der Weißrussen eindeutig Chris Barber und seine Truppe. Die ließen dann auch nichts unversucht, um ihre Zuhörer in die guten alten Zeiten, als die Welt noch swingte, zu entführen. Eigene Kompositionen, teils sogar noch aus den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts, waren dabei. Meisterwerke anderer, gleichfalls großer Komponisten Duke Ellingtons "Black and Tan Fantasy" rundeten das Spektrum ab.







