Gräfin Mariza
Von Christoph Hahn
Das Zeugnis war eindeutig: Minute um Minute applaudierten das Publikum am Donnerstagabend in der Monschauer Festival-Arena den Ensemble-Mitgliedern des Theaters Karlshorst aus Berlin für deren Aufführung von Emmerich Kálmáns Operette "Gräfin Mariza". Eine muntere Inszenierung ließ keinerlei Langeweile aufkommen und sorgte bei den Besuchern der "Monschau Klassik" in der ausverkauften Festival-Arena an der Burg wieder einmal für Begeisterung.
Vom Publikum mit Beifall bedacht wurde das Spiel des Orchesters der Bolschoi-Oper Minsk unter Leitung des Dirigenten Simon Berg. Der gemeinsame Stil, zu der der aus der Bundeshauptstadt stammende Mann am Pult des musikalischen Leiters trotz nur einer gemeinsamen Probe mit den Weißrussen gefunden hatte, verfehlte seine Wirkung nicht. Kein Wunder, denn bei den Freunden der leichten Muse erfreut sich die Operette nach wie vor großer Beliebtheit.
Die Darsteller, allen voran Ensemble-Chefin Karin Müller als Fürstin Bozena und Manfred Hütter als Fürst Dragomir, setzten in der Anlage ihrer Rollen auf einen Mix aus Charakterkomik und Charme. Unter den jugendlicheren Akteuren der sympathischen Truppe sah man Martina Wäldele in der Titelrolle. Christoph Schröter (Graf Tassilo) setzte ebenso wie Yvonne Zeuge (Lisa, die Schwester des Grafen) auf jugendlichen Charme, um die Zuhörer für sich einzunehmen. Nicht sehr viel weiter hinten in der Gunst der Festival-Besucher landeten Victoria Lasaroff (Zigeunerin) und Eugen Duvnjak (Baron Koloman Zsupan).







