La Traviata
Ein bewegendes Klassik-Wochenende erlebten rund 4000 Besucher bei den ersten drei Veranstaltungen auf der Burg Monschau zum Auftakt der achten Open-Air-Festspiele - und zwar mit Verdis unsterblichem Opern-Klassiker "La Traviata" unter Dirigent Wilhelm Keitel, dem neuen künstlerische Leiter der Festspiele. Besonders gefiel der erste Auftritt der wunderbaren Paola Antonucci im knallroten Kleid. Die Sopranistin in der Rolle der tragischen Violetta, die liebt, leidet und stirbt, fesselte die Zuschauer mit einem ausgedehnten Solopart, der sogleich vereinzelte Bravorufe folgen ließ. Eine solche Künstlerin kann als Star der Klassik 2007 gelten. Mit ihrer brillanten, kraftvollen, dennoch gefühlvollem Stimme sang die Solistin sich mit Sicherheit in die Herzen der Zuhörer.
Eine wahre Pracht entfaltete das Geschehen auf der Bühne nach der Pause. Inzwischen war auch der Mond hinter den Wehrtürmen aufgezogen, unter dessen Schein sich der langsame Tod Violettas abspielte. Der Chor in seinen phantasievollen Kostümen (im dritten Akt wird auf den Straßen von Paris Karneval gefeiert) sorgte für einen wahren Farbenrausch, der eingebunden in die abendliche Stimmung auf der Burg für eine perfekte Inszenierung und unvergleichliche Atmosphäre sorgte.
Neben Paola Antonucci glänzten zwei Hauptdarsteller ganz besonders: Sergei Frankowsky als jugendlich-leidenschaftlicher LiebhaberAlfredo Germont und ein dunkel timbrierender Wladimir Petrow als Vater Giorgio Germont.







