Monschau Klassik 2010
Auch die elfte Ausgabe der "Monschau Klassik" erwies sich als Publikumsrenner - zumal die Kölner Kammeroper und die gleichfalls aus der Rheinmetropole angereisten Kölner Symphoniker das Programm mit viel künstlerischer Substanz gefüllt haben.
10500 Besucher, darunter NRW-Wirtschaftsminister Harry Kurt Voigtsberger mit Gattin, 180 Künstler und Techniker auf und hinter der Bühne oder im Orchestergraben: Die Zahlen der elften "Monschau Klassik" können sich wieder sehen lassen.
Großer Dank gilt der Künstlerischen Leiterin der Kölner Kammeroper, Esther Hilsberg, und ihrer Schwester Inga, ihres Zeichens Chefdirigentin der Symphoniker. Die Geschwister und ihre künstlerischen Mitstreiter waren im Laufe der Festspielwochen mit Temperaturen zwischen elf und 30 Grad konfrontiert worden. Ein klarer Nachthimmel, ein gleißend heller Mond und völlige Windstille: Die Mächte des Himmels meinten es zunächst gut mit den Monschauern und ihren Gästen, als sie zur Premieren der elften "Monschau Klassik" den Weg zur Burg empor stiegen. Puccinis Oper "La Bohème" entführte die rund 1100 Zuschauer mitten in das Pariser Künstlerleben im 19. Jahrhundert. Mozarts Oper "Don Giovanni" brachte Akzente von ganz eigener Art. Spritzig und witzig wirkte die Inszenierung von Ralph Benatzkys Operette "Im Weißen Rößl". Bei der Hollywood-Broadway-Gala erklangen bekannte Melodien aus Film und Musical. Besonders Star-Sopranistin Eva Lind machte diesen Abend zu einem besonderen Erlebnis. Herbert Feuerstein machte in der Rolle des Gefängniswärters Forsch die "Fledermaus" zu einem besonderen Ereignis. Bekannte Opernklänge erklangen bei der beliebten Oper "Der Freischütz".
Mit der Italienischen Operngala endete die elfte "Monschau Klassik". Orchester und Solisten gaben bei Dauerregen alles und trotzte mit großem künstlerischen Engagement und beachtlichem Improvisationstalent den Unbilden der Witterung. Lohn waren die Standing Ovations des Publikums, das bis zum Schluss ausharrte, für die Leistungen des Gastdirigenten Juri Gilbo, Startenor Cristian Lanza, seine Kollegen Lisa Laccisaglia und Antonio Rivera sowie die charmante niederländische Sängerin Janine Kitzen. Mit besonderem Beifall wurden die Ensemblechefin Esther Hilsberg sowie ihre Schwester Inga bedacht, die in der zweiten Hälfte statt des Orchesters für die Begleitung am E-Piano sorgte.






