Durchtriebenheit und Eifer im Drang der Lüste erobern Europa
Im Zentrum dieser 1787 in Prag uraufgeführten Oper steht der spanische Lebemann Don Giovanni, der, wenn man der ominösen Liste seines Dieners Leporello glauben darf, mehr als 2000 Frauen in ganz Europa verführt haben soll. Keine Frau kann Don Giovannis Verführungskünsten widerstehen, frisch verheiratete Ehefrauen ebenso wenig wie blutjunge, verlobte Bauernmädchen. Das Verhalten Don Giovannis führt zwangsläufig zu Ärger mit gehörnten Ehemänner, Verlobten und der mit Eheversprechen geköderten Frauen.
Mozarts ‚Don Giovanni' gilt als Höhepunkt der zahlreichen Bearbeitungen des alten spanischen Don-Juan-Mythos. Mitten in der Zeit der Stürmer und Dränger und zwei Jahre vor der Französischen Revolution führt uns Mozart mit der faszinierenden Gestalt des Don Giovanni die Abgründe der menschlichen Seele und menschlicher Beziehung vor Augen, das Nebeneinander von Erotik und Gewalt, von Verführung und Verbrechen.
Die Inszenierung illustriert diese spannungsvollen Gegensätze zwischen Moral und Leidenschaft, zwischen Heiterkeit und Schwermut, zwischen Verletzen und Verlangen, die durch historische Kostüme und farbige Lichtakzente für die Zuschauer zum sinnlichen Erlebnis wird.
In bekannter Großartigkeit begeistern die meisterhaften Stimmen des Ensembles, des Chores der Kammeroper Köln und den ‚Kölner Symphonikern' das Publikum.






